Tag 36 : Berlin Südkreuz – Schlatt

Hat sich ziemlich hingezogen die Bahnfahrt nach Hause, insgesamt 14 Stunden und 43 Minuten für die 860 Kilometer. Hätte das mit den Anschlüssen geklappt wären es nur 11 Stunden gewesen. Egal, bin angekommen.

Leider gibts keinen GPX Track von der Heimreise, auf dem Grossteil der Strecke hatte ich leider keinen GPS Empfang.

Insgesamt bin ich jetzt 3159 Kilometer durch Europa gereist:

  • 1190 km mit dem Zug (860 davon die Heimreise von Berlin nach Schaffhausen)
  • 135 km mit dem Kajak
  • 1834 km mit dem Velo

…und ich würde es wieder tun auf ganz ähnliche Weise. Einige Dinge fürs nächste mal:

Klamotten: Keine Baumwolle mehr. Kleider aus Baumwolle müssen öfters gewaschen werden und trocknen nur sehr langsam. Ich würde nur noch Synthetische Funktions Kleidung mitnehmen. Möglichst wenige Klamotten, dazu ein Handwaschmittel, das reicht völlig.

Zelt: Lange dachte ich das würde auch ohne Zelt funktionieren, im Nachhinein denke ich aber, ich würde auch das nächste mal mein Hilleberg Zelt wieder mitnehmen, man ist einfach viel flexibler.

Sandaletten und Neopren Strümpfe: Würde ich wieder genau so machen, egal obs pisst, dreckig, Heiss oder Kalt ist, das passt immer!

Benzin Kocher: Den würde ich wohl zuhause lassen. Wenns geht in ein Restaurant, ansonsten kann man auch was kaltes Essen. Das Nutzen/Gewichtsverhältniss passt meiner Meinung nach nicht. Ausserdem ist es immer toll einheimische Speisen auszuprobieren.

Velo: Eigentlich war das Velo perfekt bis auf die Kleinigkeit das die Shimano Alfine Gangschaltung für längere Touren nur bedingt geeignet ist. Das Übersetzungsverhältniss ist einfach zu klein, zuwenige (11) und zu grosse Gänge. Flussabwärts war das eigentlich egal, aber bei grösseren Steigungen musste ich sehr schnell absteigen und zu Fuss gehen. Da war Wäggis Pinion Schaltung eindeutig die bessere Wahl.

Planung: Ab und zu haben wir etwas kurzfristig (oder gar nicht) geplant oder haben erst im Nachhinein festgestellt das es noch was anzukucken gab. So hätte ich zum Beispiel sehr gerne einen Aktiven Tagebau aus der Nähe angekuckt, aber da waren wir dann schon an Weisswasser vorbei. Auch hätte ich sehr gerne das KKW Zwentendorf von innen gesehen, da hätte man sich aber vorher Anmelden müssen. Ein Tourenratgeber hätte nicht geschadet.

 

Tablet: Ein kleines leichtes Tablet würde ich auch wieder mitnehmen, um die GPX Tracks aufzuzeichnen (Geo Tracker), die Fotos zu bearbeiten (Fotor), E-Mails zu schreiben, den Reiseblog zu pflegen und zur Navigation (OsmAnd+ inkl. Höhenlinien). Das nächste mal nehme ich von Anfang an eine stabile Hülle dafür mit ;).

Internet: Ich würde kein Swisscom Data Travel Abo mehr kaufen, das ist einfach viel zu teuer (40.- pro 1 GB und nur 30 Tage gültig! Elende Abzocker). Es gibt ganz sicher günstigere Alternativen um übers Handynetz Online zu sein. In Tschechien oder auch Polen ist es sowieso nicht so problematisch, jeder Camping, jedes Hotel bietet gratis WLAN. In Deutschland hätte man öfters dafür Zahlen müssen.

Fotoapparat: Was ich zusätzlich noch mitnehmen würde ist ein Fotoapparat, aufgrund des fehlenden Zooms und den sehr eingeschränkten Möglichkeiten eignet sich das Tablet einfach nicht zum Fotografieren, das hat mich ein paar mal genervt (gerade Bewegte Objekte und Tiere gehen ganz schlecht).

 

So, das war der letzte Post hier!

Was bleibt von der Reise sind viele viele schöne Erinnerungen, einiges an Muskelmasse, eine schöne Bräune, und ein Berg voll Zeug das gewaschen und versorgt werden will 😉

 

Deutsche Bahn

Das dachte ich mir schon, das klappt niemals mit den engen Umsteige Fenstern. Der Zug von Hof nach Nürnberg hatte 25min Verspätung. Natürlich war der Anschluss nach Stuttgart schon weg.

Immerhin ist das Bahnpersonal hier auf Zack, hat eben eine neue Verbindung rausgesucht und die Reservierungen vorgenommen. Geld zurück gibts auch noch (50% des Preises). Wenn alles klappt bin ich um 23:55 in Schaffhausen.

Das gute daran, ich hatte sowieso hunger, nun hab ich noch Zeit was zu essen.

Weiter gehts nach Stuttgart, mit rund 35min Verspätung, macht nichts, hab noch einen Puffer von 1,5h in Stuttgart für den Anschluss nach Singen.

Bei der Deutschen Bahn gibts alles, z.B. Züge die geteilt werden nach der hälfte der Fahrt, also die einen Wagen fahren nach Irgendwo, die anderen werden Unterwegs mal abgekoppelt und fahren nach wo anders. Wirklich sehr lustig wenn man eh schon knapp ist den richtigen Wagen zu finden. Vorallem mit dem Velo, weil dann muss man auch noch den Fahradwagen suchen. Auch eine lustige Eigenheit die ich in der Schweiz noch nie gesehen habe, da können zwei Züge auf demselben Peron stehen. Also Sektor A, B und C fährt nach Singen, Sektor D, E, und F fährt nach Heilbronn. Zum Glück kam dann noch rechtzeitig die Durchsage “Geschätzte Fahrgäste, dies ist nicht der Zug nach Singen, der steht hinter uns in den Sektoren A, B und C”.

Solltet ihr mal Deutsche Bahn fahren, nehmt direkte Züge, den das mit den Anschlüssen klappt sowieso nicht. Jeder Zug hat Verspätung. Also früh genug Buchen 😉

Bin gespannt ob in Singen die 3min reichen um von Gleis 4 nach Gleis 5 zu kommen.

 

Tag 35 : Drahendorf – Berlin

Heute wars heiss. Abartig heiss. Überland gings eigentlich noch, da es immer ein bischen Fahrtwind und Wald hatte. Ganz übel wurde es dann aber in Berlin. Vom Stadtrand bis zum Bahnhof Südkreuz waren es rund 20km durch die Stadt. Viel Verkehr, stickige Luft, 35°. Und wie das halt so ist in Grossstädten, endlos viele Ampeln, auch für Velos und Fussgänger, natürlich musste man dann immer in der prallen Sonne warten bis das Ding mal auf grün ging. Ich war fix und fertig als ich endlich am Bahnof war.

Was schön war am Bahnhof, das Reisezentrum war sehr angenehm klimatisiert. Was echt ätzend war, es hat eine volle Stunde gedauert bis ich die Tickets hatte! 35 Minuten warten, 25 Minuten bis die Dame eine passende Verbindung fand. Ich habe 8 (!) A4-Papier Tickets. Zwischendurch ist dem Drucker auch noch das Papier ausgegangen.

Eigentlich wollte ich noch ein oder zwei Tage hier bleiben um mir Berlin anzusehen. Da es aber nur noch eine einzige Verbindung nach Hause gibt (bis Montag) welche noch freie Sitzplätze und einen freien Stellplatz fürs Velo hat werde ich morgen schon nach Hause fahren. Kommt mir eigentlich ganz gelegen, bei 35° Berlin anzukucken wär mir jetzt doch ein bisschen zu viel gewesen.

Es gab aber auch tolles in Berlin, so einen Breiten Veloweg bin ich noch nie gefahren. In Berlin Tempelhof führt der Radweg über eine Piste des 2008 geschlossenen Flughafens 😉

Der gesamte Flughafen ist jetzt ein Park. Allerdings kein Schatten weit und breit. Ein sehr Sonniger Park.

 

Total distance: 92.77 km
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Tag 34 (2) : Neubrück – Drahendorf

Ab jetzt wird wieder geradelt.

Wir waren schon etwas ausgepowert, daher haben wir den erst besten Camping genommen den wir gefunden haben. Ist noch nicht ganz in Betrieb aber die Sanitären Anlagen funktionieren bereits. Sonst hats noch nichts hier 😉

 

Total distance: 9.51 km
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Tag 34 (1) : Beeskow – Neubrück (Kajak)

Unsere Kajaktour ist zu Ende nach ca. 135km. Wasserwandern kann ich nur empfehlen in dieser Region. Alles sehr Naturbelassen, immer wieder mal Möglichkeiten zum rasten (Wasserwanderer Rastplätze). War wirklich schön.

Besonders hervorzuheben ist die Gastfreundlichkeit hier. Überall wird man Nett begrüsst und kann etwas mit den Leuten plaudern.

Warten nun auf unsere Velos.

Es ist brutal warm, gefühlt etwa 30° im Schatten. Kein Wölkchen zu sehen, schon den ganzen Tag lang nicht.

 

Total distance: 18.01 km
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Tag 33 : Niewisch – Beeskow (Kajak)

Wir waren zu schnell, daher haben wir bereits in Beeskow halt gemacht. hat einen grossen Camping hier. Der Velotransport klappt, morgen tauschen wir das Kajak wieder gegen die Velos ein. Eine kleine 15km Etappe mit dem Kajak steht uns noch bevor.

In Beeskow waren wir in einem kleinen Restaurant direkt neben dem ältesten Haus von Beeskow (erbaut 1513) es hat schon ein bischen Schieflage, ist aber begehbar. Viele Gebäude hier sind aus Ziegelsteinen gebaut, ne menge Ziegelsteine!

 

Total distance: 15.35 km
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